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Welchen Virenscanner brauche ich?

Früher mussten Benutzer ihren Computer in regelmäßigen Zeitabständen auf Viren prüfen. Dann wurde meist der gesamte Computer vom Diskettenlaufwerk bis zur Festplatte untersucht. Weiterarbeiten während der Virenscanner seine Arbeit verrichtete war unmöglich.

Heute bieten die Programme eine komfortable Umgebung. Die aktuellen Virenscanner werden über eine Management Plattform gesteuert. D.h. sämtliche Einstellungen und Aufgaben die das Schutzprogramm ausführen soll, werden dort festgehalten. Die Programme werden beim Systemstart automatisch geladen und verrichten ihren Dienst im Hintergrund. Wichtig: Sie sollten bereits beim ersten Programmstart überprüfen, ob das Programm tatsächlich automatisch startet. Diese Option muss aktiviert sein, damit der Hintergrundwächter auch aktiv ist und schützen kann. Zu erkennen ist der aktivierte Virenscanner im Taskmanager oder am Icon in der Taskleiste.

Echtzeitscanner

Der Echtzeitscanner ist als Zugriffscanner im Hintergrund als Systemdienst aktiv. Er scannt alle Dateien, Programme, Arbeitsspeicher und gegebenenfalls auch den Internet-Verkehr (http und FTP). Die Dienste scannen Dateien beim Öffnen, Erstellen und Ändern von Dateien. Meist bringen die Virenscanner die Option mit, diese Scannstrategie nach den persönlichen Bedürfnissen zu konfigurieren. Das ständige Scannen kann einen Computer erheblich bremsen, deshalb bevorzugen viele Nutzer den „Scannen beim Schreiben“ Modus, d.h. die Dateien werden beim Lesen nicht gescannt. Das geht dann natürlich zu Lasten der Sicherheit. Eine weitere Verringerung der Belastung kann durch den ganzen oder teilweisen Ausschluss einiger Dateiformate erreicht werden. Zu empfehlen ist in jedem Fall die regelmäßige Überprüfung des gesamten Systems, gerade wenn auf den Schutzfunktionen verzichtet wird. Hierfür wird in der Management Plattform ein Zeitplan eingerichtet.

Virenscanner verfügen über einen Signaturscanner. Die Programme können nur die Viren erkennen, die sie auch kennen. Da täglich immer mehr Viren dazu kommen, ist es bei der Auswahl eines Virenscanners wichtig, wie schnell und wie oft ein Hersteller neu Signaturdateien zur Verfügung stellt. Dazu sollte das automatische Update und ein Zeitplan eingerichtet werden.

Manuelles Scannen

Der manuelle Virenscanner muss von Hand gestartet werden. Dabei kann eine einzelne Datei, eine Festplatte oder das gesamte System untersucht werden.

Online Virenscanner

Einige Hersteller bieten Online Virenscanner an. Die Programme werden über ein Netzwerk geladen. Im Gegensatz zu einem fest installierten Virenprogramm, arbeiten Online Virenscanner ausschließlich im On-Demand-Modus. Der permanente Schutz entfällt dadurch. Mit Online-Virenscannern kann kein präventiver Schutz erreicht werden, sie eignen sich nur zum „Säubern“. Der Vorteil der Online-Virenscanner besteht darin, sich eine zweite Meinung einholen zu können, wenn bzgl. Eines möglichen Virenbefalls Zweifel oder Unsicherheit bestehen. Die meisten dieser Virenscanner benutzen ActiveX und können nur durch den IE ausgeführt werden. Einige Hersteller fangen an, plattformübergreifende Online-Scanner auf der Basis von Java bereitzustellen.

Wovor schützen Virenscanner?

Ein Antivirenprogramm sollte bekannte Computerviren, Computerwürmer und Trojanische Pferde identifizieren, blockieren und natürlich auch beseitigen können. Auf Grund der ständigen Weiterentwicklung von Malware –Oberbegriff für Schadprogramme- kann in der Praxis kein Virenscanner vor allen Viren schützen. Virenscanner sind damit als Ergänzung und Erweiterung zum eigenen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Computer und dem Internet zu betrachten.

Antiviren-Programme arbeiten mit zwei unterschiedlichen Erkennungsroutinen: Die Reaktive Erkennung basiert auf Signaturdateien, das Schadprogramm ist bekannt und wird durch seine Signatur wiedererkannt. Jede Scanengine hat eine Signaturerkennung. Die Erkennung ist aber erst möglich, wenn die Signatur des Schädlings bekannt und per Update in das Schutzprogramm übertragen worden ist.

Die proaktive Erkennung soll Malware zeitnah erkennen, zu der noch keine Signatur vorliegt. Hierfür werden Heuristik, verhaltensbasierte Erkennung oder die Sand Box Technologie eingesetzt. Diese Technologien sind eine Ergänzung zu den signaturbasierten Virenscanner und sollen den Computer in dem kritischen Zeitraum schützen, von der ersten Verbreitung bis zu dem Zeitpunkt wenn eine Signatur vorliegt.

Was tun wenn der Computer befallen ist?

Sie sollten zuerst darauf achten, dass Sie die Schädlinge nicht weiter verbreiten. Also, keine Datenträger weitergeben, alle Personen die Datenträger oder Daten erhalten haben, sollten Sie dazu informieren -auf keine Fall mit dem verseuchten Computer E-Mails verschicken- und nicht ins Internet gehen.

Mit einem betroffenen System sollte auch nicht mehr gearbeitet werden, der Schaden kann eigentlich nur noch größer werden. Das System sollte so schnell wie möglich gesäubert werden.

Bösartige Malware verhindert, dass der Computer bootet, löscht Dateien und auch gerne Mal ganze Festplatten oder überträgt wichtige und schützenswerte Dateien, Bankdaten, Pin-Nummern, Passwörter usw. an andere Computer oder Websites. Häufig merken die Nutzer es überhaupt nicht, z.B. wenn Sie ungewollt zu einem Botnetz gehören und einen Zombie-Rechner betreiben.

Schlägt das Antiviren-Programm Alarm, vorausgesetzt sie verfügen über eines, sollte umgehend mit der Säuberung begonnen werden. Erfahrene Nutzer wissen meist was zu tun ist und haben häufig mehrere Computer, um sich z.B in Internet Foren oder auf den Websites der Virenhersteller gezielt zu informieren und gegen den Befall vorzugehen. Gekniffen sind Computernutzer, die sich kein besonderes Wissen dazu aufgebaut haben und dies auch gar nicht möchten, der Computer soll ja nur wieder laufen.

Geht gar nichts mehr, ist es das Einfachste den letzten Stand eines regelmäßig gesicherten Systems zurückzuspielen. Bitte achten Sie darauf, die verseuchte Festplatte vorher von den Schädlingen zu befreien.

Einige Hersteller bringen bootfähige Installationsmedien mit oder können eine Wiederherstellungs-CD erzeugen. Mit der kann ein sauberers System gebootet werden die Festplatte auf Befall untersucht und gesäubert werden. Ist dies nicht möglich, werden Sie um eine Neuinstallation kaum herum kommen. 

In der folgenden Übersicht haben wir eine große Anzahl Antivirenprogamme aufgeführt.

 

Serie: Welchen Schutz benötige ich für meinen Computer?

      
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