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Viren, Würmer, Trojaner, Pishing

   

Das klingt als lese man das Inhaltsverzeichnis eines medizinischen Lexikons. Aber soweit hergeholt ist das gar nicht. Ihr Computer ist krank, er ist infiziert. Und die „Krankheit“ ist im Inneren. Aber wie ist Sie denn hineingelangt? Das kann viele Gründe haben, anfangs habe ich bereits die Gefahrenquellen an Ihrem Computer beschrieben. USB-Anschlüsse, Laufwerke und natürlich das Internet. Und alle Krankheiten kommen von außen auf Ihren Rechner. Der wohl gefährlichste Übertragungsweg ist das Internet. Das Internet bietet viele Wege, Ihren Rechner und somit auch Ihre Daten anzugreifen. Angriffe sind oft nicht zielgerichtet, sie werden lawinenartig durch das Internet verbreitet und verfolgen ganz unterschiedliche Ziele. Viele reden vom Virenschutz, aber der Virus ist nur der sichtbare Teil des Eisbergens und nicht immer der gefährlichste. Die Zeiten, dass Viren von Programmierern freigesetzt werden, um den Server XY zu überlasten, sind als Gefahrenquelle Nummer 1 vorbei.

Aber Viren, Würmer & Co, was ist das überhaupt?

Viren und Würmer sind kleine Programme, die sich der Computer einfängt und sich auf den Datenträgern einnisten. Viren und Würmer manipulieren Ihre Daten. Oft werden diese dann unbrauchbar und Programme lassen sich nicht mehr starten und machen Dinge, die sie gar nicht sollen. So werden zum Beispiel alle Bild-Daten manipuliert und das Digitale Familienalbum ist zwar noch vorhanden aber nicht mehr lesbar, da der Virus gezielt die Aufgabe hatte alle JPEG (Bildformat) Daten anzugreifen und umzuschreiben. Wie echte Schädlinge verbreiten sich Viren und Würmer auf Ihrem Rechner und nutzen Ihren E-Mailverkehr um sich auf den Rechner Ihrer Freunde und Geschäftspartnern einzunisten. Hier ein kleines Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, wie schnell sich so ein Virus verbreiten kann.

Es ist Montagmorgen, Sie bekommen eine infizierte Mail mit einem Virus, der die Aufgabe hat, alle Kontakt-Daten Ihres E-Mail-Programms zu löschen nachdem er sich selbst verschickt hat. Dieser Virus hat sich in Sekunden in Ihrem E-Mail Programm eingeklinkt und versendet sich nun, für Sie unsichtbar, an alle Ihre E-Mail-Kontakte. Nehmen wir einmal an, Sie haben 50 E-Mail-Kontakte gespeichert. Das heißt, der Virus verschickt sich 50mal. Und genau das passiert auch bei all Ihren Geschäftspartnern, Kollegen und Freunden. Also Sie schicken 50 E-Mails mit Virus raus, diese 50 senden ebenfalls 50 E-Mails weiter und dann jeweils wieder 50 und die dann noch einmal an 50 andere E-Mail Adressen. Na, was glauben Sie viel viele Rechner sich in diesen 5 Schritten verseucht haben:1000, 15000, 30000... nein, es sind 6.250.051 Millionen verseuchte Rechner. Das ist aber nur ein theoretischer Wert. Viele schützen sich durch Virenscanner und somit sinkt der Wert erheblich. Aber diese Zahlen könnten theoretisch erreicht werden und klingen ziemlich erschreckend, oder?

Trojaner

Der Trojaner ist angelehnt an die Griechische Mythologie und hat in diesem Fall auch den gleichen Zweck. Das Trojanische Pferd oder in der Computersprache „der Trojaner“ schleust sich in Ihrem Computer ein und startet sich automatisch. Diese Software spioniert nun ihre Daten aus. Sie denken vielleicht in diesem Moment, was interessiert denn die Leute meine Musiksammlung, mein Fotoarchiv oder welche Programme ich anwende? Aber hinter diesen Daten ist der Trojaner gar nicht her. Der Trojaner will nur die wichtigen Daten: Passwörter für Programme, Zugänge zu Internetseiten, Kreditkarten-Nummern und Bankdaten. All diese sensiblen Daten, die für Sie auch recht teuer werden können, sendet der Trojaner dann wieder an den Absender zurück. Dieser Vorgang bleibt völlig unentdeckt bis Sie auf Ihrer Kreditkarten-Abrechnung Summen nicht zuordnen können und sich wundern und versuchen sich zu erinnern, was Sie sich für 60 Euro in Budapest gekauft haben und die zwischen Tanken in Hannover und dem Einkauf eine Stunde später in einem bekannten Elektronik Haus auf Ihrer Abrechnung Platz gefunden hat - und wie Sie es geschafft haben innerhalb dieser Stunde kurz mal in Budapest zum Shoppen halt zu machen. Tja, viele sagen mit dem Internet sei die Welt viel kleiner geworden. Geografisch zwar nicht, aber für die Kriminalität auf jeden Fall.

Spyware

Spyware und Trojaner haben im Grunde den gleichen Auftrag, Daten sammeln und diese dann verschicken. Die Spyware interessiert sich aber mehr für das Verhalten des Computeranwenders. Diese Spione zeichnen Ihre besuchten Webseiten auf, Ihre Suchbegriffe, Ihre benutzen Programme. Zum Schluss hat die Spyware ein recht genaues Verhaltensprofil von Ihnen und versendet dieses wieder zum Absender der der Spyware zurück. Sie fragen sich vielleicht was dieser mit diesen Daten will, die bringen doch kein Geld, also welchen Nutzen hat man davon? Indirekt bringen diese Daten auch Geld, wenn diese wieder in die richtigen Kanäle gelangen. Aus diesen Daten kann man Rückschlüsse ziehen, dass Sie zum Beispiel Technik interessiert sind, da sie hauptsächlich auf Seiten von Anbietern technischer Geräte wie Fernseher, HiFi oder Kommunikationstechnik surfen. Gut, allein das bringt ja auch noch kein Geld, aber nun weiß der Elektronikanbieter was sie interessiert und kann Ihnen gezielt Werbung anbieten, und wenn Sie daraufhin etwas davon einkaufen, klingelt es in der Kasse. Das Ganze klingt ja nicht wahnsinnig gefährlich, aber es ist ein erheblicher Angriff auf Ihre Privatsphäre und verlangsamt Ihren Rechner extrem.

Phishing

Pishing Password harvesting fishing also frei übersetz nach Passwörtern angeln. Diese Art von Angriff läuft etwas anders ab als Viren und Trojaner. Der Angriff findet über eine E-Mail oder eine andere Art der Aufforderung statt. Bleiben wir doch bei der E-Mail. In diesem Fall landet in Ihrem Postfach eine E-Mail von Ihrer Bank. In dieser Mail wird Ihnen eine Geschichte von Datenaktualisierung Ihrer E-Mail-Daten für die interne Aktualisierung Ihrer persönlichen Daten erzählt. Diese E-Mai ist äußerlich mit der Internetseite Ihrer Bank identisch und Sie haben keine Zweifel, dass diese Mail von Ihrem Geldinstitut versendet wurde. Sie bestätigen die Richtigkeit der e-Mail Adresse (was sollen Sie auch anderes tun, denn die E-Mail ist ja bei Ihnen gelandet) und werden aufgefordert noch Ihre Kontonummer, Pin und einen Ihrer Tans (braucht man für die Benuzung von Homebanking) einzugeben. Sie wundern sich, aber in der E-Mail steht, dass diese Daten zur Sicherstellung gebraucht werden, dass Sie die richtige Person sind, um dessen Daten es sich handelt. Blauäugig geben sie diese Daten ein und versenden somit Ihre Bankdaten. Auf der anderen Seite werden Ihre Kontodaten mit den Tan dazu benutzt Ihr Konto leer zu räumen. Das merken Sie erst, wenn Sie das nächste Mal auf Ihren Kontoauszug schauen oder versuchen Geld abzuheben und der Dispo bis auf den letzten Euro aufgebraucht ist. MERKEN: Kein Geldinstitut wird nach Ihren persönlichen Daten per Mail oder auch am Telefon fragen. Also Niemanden diese Daten weitergeben.

Dialer

Der Dialer ist ein vom Aussterben bedrohter Schädling. Wie alle anderen „Erkrankungen“ dringt der Dialer über externe verseuchte Datenträger oder über das Internet in Ihr System. Wie sein Name schon sagt, wählt sich der Dialer ein. Er tauscht die Einwahlsoftware aus, die Sie benötigen um ins Internet zu gelangen. Der Dialer benutzt eine teure 0900 Nummer und belastet damit Ihre Telefonrechnung extrem. Wichtig ist, wenn Sie den Schaden bemerken und auf Ihrer Telefonrechnung hohe Beträge auftauchen, bezahlen Sie nicht sofort die Rechnung. Informieren Sie sich in solchen Fallen unter www.dialerschutz.de, auf dieser Seite finden Sie wichtige Hinweise wie Sie sich verhalten sollten.

Spam

Und zu guter Letzt keine wirkliche Gefahr aber eine sehr lästiges Problem:
Spam. Ihr Postfach quillt über und über, es ist schwer die 3 wichtigen von 120 Werbemails zu trennen. Spam nervt. Leider gibt es für Spam keinen richtigen Schutz. Ist Ihre e-Mail Adresse in die falschen Hände geraten gibt es kein zurück mehr. In diesem Fall hilft nur vorbeugen, dass heißt Ihre e-Mail Adresse ist ein wichtiges Dokument und mir Ihr sollte man nicht zu freizügig sein. Geben Sie diese Adresse am besten nur einem kleinen Kreis an Personen weiter, machen Sie keine Gewinnspiele mit tragen Sie sie nicht in Online-Fomulare ein. Manchmal ist aber das Gewinnspiel zu verlockend und manch wichtige Online-Formulare benötigen eine E-Mail Adresse für die Rückantwort. Da kann eine zweite Emailadresse die richtige Entscheidung sein. Bei vielen Anbietern wie GMX, Yahoo oder Web.de ist in nur ein paar Minuten ein neues Profil angelegt und Sie haben eine neue E-Mail Adresse für alle erdenklichen Einsätze parat.

Der Virenschutzleitfaden

   Teil 1 - Virenschutzleitfaden

   Teil 2 - Welche Malware-Bedrohungen gibt es?

   Teil 3 - Wie wird der Computer mit Viren infiziert?

   Teil 4 - Für wen eignet sich ein Virenschutzprogramm?

   Teil 5 - Wer braucht ganze Security Suites? Wer nicht?

   Teil 6 - Was macht eigentlich eine Firewall?

   Teil 7 - Was müssen Kindersicherungen können?

   Teil 8 - Warum ist ein Daten- und System-Backup wichtig?

  Herstellerübersicht

 

 

      
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